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„Wissenschaft im Onlineshop“ verbindet den virtuellen mit dem realen Raum, die digitalen mit den analogen Formaten, um gesellschaftlichen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen. Dazu bauen die drei Projektpartner eine Onlineplattform auf, die sukzessiv von weiteren Akteurinnen und Akteuren erweitert werden kann.

Einstiegsthema könnte der Klimawandel sein. In Zusammenarbeit mit Transition Town Initiativen, der Fridays-Bewegung, der Makerszene, Schulen, Universitäten und Hochschulen werden bereits Crowdmappings durchgeführt, Bodenproben ausgewertet und Ergebnisse diskutiert. Herausforderungen wie der Klimawandel können nur gemeinsam gelöst werden, daher ist das partizipative Vorgehen einer der Schlüssel zum Erfolg. Weitere Schwerpunkte unserer Pilotphase sind die Erhaltung der Artenvielfalt sowie nachhaltige Mobilität bzw. Ernährung und Landwirtschaft. Für weitere Vorschläge aus Wissenschaft und Gesellschaft bleibt unser Virtueller Wissenschaftsladen für alle Interessierten stets geöffnet!

Im Rahmen unseres Projektes wird eine Themenbörse durchgeführt und die bundesweiten Netzwerke der Partner ausgebaut. Die Kooperation beginnt mit dem Austausch von Erfahrungen und Know-how zu neuen Formen der Lehre, des Lernens, der Forschung und mündet in eine gemeinsam geführte Plattform. Da die Partner kein eigenes Budget haben, kann der Aufbau der „Wissenschaft im Onlineshop“ anfangs nur exemplarisch im Rahmen des Wissensmanagements stattfinden. In diesem Sinne wird ein erster Themenraum konzipiert und mit Material gefüllt: Hier wird später Wissen praxisnah bereitgestellt, Forschungsfragen in moderierten Chats gestellt und diskutiert, Themen für Bachelor- und Masterarbeiten generiert, Wissenschaftscafés initiiert etc. Langfristig soll aus dem Themenraum ein virtuelles Haus mit mehreren Themenräumen entstehen, in denen Menschen gemeinsam an Themen arbeiten und ihren Austausch im virtuellen Raum durch Formate im realen Raum ergänzen.

Mit dem virtuellen Haus werden die Ziele verfolgt, neue Lernräume und eine eigene Kultur des digitalen Lehrens und Lernens zu entwickeln sowie digitale Kollaboration zu ermöglichen. Durch die Öffnung des Angebots und die direkte Einbeziehung sollen in der Zivilgesellschaft das Engagement für Bildung und Zukunftskompetenzen gefördert werden. Auch wenn Citizen Science sowie trans- und interdisziplinäres Forschen in der anwendungsbezogenen Wissenschaft zunehmend Raum gewinnen, sind die teilnehmenden Partner mit „Wissenschaft im Onlineshop“ Innovationsakteure, die andere mitziehen, um die Innovationsorientierung der Wissenschaft insgesamt voranzutreiben. Das hat Auswirkungen bis in die Qualität und Innovation der Lehre, indem neue Formate etabliert werden.

Wissenschaftsläden verfolgen in ihrer Arbeit per se das Konzept einer „Offenen Wissenschaft“ (Open Science). Open Access zählt wiederum zu den tragenden Prinzipien einer verantwortungsvollen Forschung und Innovation gemäß dem europäischen Rahmenkonzept „Responsible Research and Innovation“ (RRI). Auch „Wissenschaft im Onlineshop“ ist dem zugrundeliegenden Konzept nach auf Erweiterbarkeit und Übertragbarkeit ausgelegt.
Alle im Projekt erarbeiteten Ergebnisse und Materialien werden nach den Prinzipien von „Open Access” bzw. „Open Source” der Allgemeinheit zur weiteren Nutzung zur Verfügung gestellt.

Die im Projekt entwickelte „Onlineshop”-Infrastruktur wird durch die Projektpartner nach der Projektlaufzeit weiter betrieben. Die Nutzungsmöglichkeiten werden erweitert, um eine künftig breitere Nutzung zu ermöglichen, z. B. durch weitere Hochschulen und einschlägige Netzwerke (wissnet – Netzwerk deutschsprachiger Wissenschaftsläden, Living Knowledge – International Science Shop Network). Die Projektpartner stehen nach Projektablauf als beratende Einrichtungen für künftige Nutzer zur Verfügung.